Studienaufbau

Der Stoffangebotsplan enthält die Mindestanforderungen im Umfang von insgesamt etwa 900 Stunden, die gemäß der Rahmenstudienordnung des Bundesverbandes Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien nachgewiesen werden müssen.

Es handelt sich um Pflichtveranstaltungen, die als Mindestnachweis eines geordneten Studiums gelten. Sie umfassen die Fachgebiete Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Recht.

Der Stoffangebotsplan ist so aufgebaut, dass das gesamte Lehrangebot in zwei Jahren (4 Semestern) einmal angeboten wird. Lediglich einige Lehrveranstaltungen, wie z.B. „Einführung in die Betriebswirtschaftslehre“ und „Einführung in die Volkswirtschaftslehre“, die für Erstsemester verbindlich sind, werden in jedem Wintersemester durchgeführt.

Dieses System ermöglicht es, dass in jedem Wintersemester mit dem Studium begonnen werden kann. Die Studierenden müssen sich dann ihre Studienpläne aus den Lehrangeboten für das jeweilige Semester zusammensetzen, und zwar in der Art, dass sie das gesamte Lehrangebot auf 6 Semester verteilen. Das bedeutet für einen Jahrgang, dass bei einem 6-semestrigen Studium die Veranstaltungen des 1. und 2. Semesters auch im 5. und 6. Semester noch gehört werden können, wohingegen die Chance, die Veranstaltungen des 3. bis 6. Semesters später zu belegen, ohne eine Verlängerung des Studiums nicht besteht.

Für jedes Semester wird ein Vorlesungsverzeichnis herausgegeben. Hierin finden sich die in dem Semester angebotenen Lehrveranstaltungen. Die Art der Durchführung der Lehrveranstaltungen wird durch die Dozentinnen/Dozenten bestimmt. Die Lehrveranstaltungen sollen als Vorlesungen, Übungen oder als Seminare durchgeführt werden.

Die meisten Dozentinnen/Dozenten trennen Vorlesungen und Übungen nicht scharf, so dass die Studierenden immer die Möglichkeit zu Rückfragen und zur Diskussion während der Veranstaltung haben.  Dabei bestimmen die jeweiligen Dozenten/Dozentinnen die Leistungsanforderungen. Sie bestehen in der Regel aus dem erfolgreichen Bestehen einer Klausur oder aus der erfolgreichen Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit, ggf. nebst Vortrag im Rahmen eines Seminars. 

Die Diplomarbeit wird i.d.R. in einem betriebswirtschaftlichen Fach im 7. Semester angefertigt. Nicht alle Dozentinnen und Dozenten betreuen immer oder unbegrenzt Diplomarbeiten. Die Kandidaten müssen sich selbst um einen Betreuer für ihre Diplomarbeit bemühen.

Die Diplomprüfung besteht aus studienbegleitenden Leistungsprüfungen und einer Abschlussprüfung. Diese umfasst vier vorlesungsübergreifende mündliche Prüfungen in den Fächern BWL-Grundlagen, VWL, Recht und BWL-Vertiefung sowie die Diplomarbeit. Die Prüfung ist bestanden, wenn die Diplomarbeit und die mündlichen Abschlussprüfungen bestanden sind und die Gesamtnote mindestens "ausreichend" (4,0) lautet. Den Studierenden wird empfohlen, sich mit der Prüfungsordnung vertraut zu machen. Da es eine Regelstudienzeit nicht gibt, kann auch länger als 6 bzw. 7 Semester studiert werden, wenn persönliche Umstände dies erforderlich machen. Bei regelmäßiger Mitarbeit und häuslicher Nacharbeit reicht die angegebene Zeit aber für einen erfolgreichen Abschluss des Studiums aus.

Die Studierenden müssen mit durchschnittlich 3 bis 4 Vorlesungsabenden pro Woche im Semester rechnen. Hinzu kommt die Zeit für das Nacharbeiten und für die Anfertigung der erforderlichen Übungs- oder Seminararbeiten sowie der Diplomarbeit. Die Semester dauern in der Regel von Mitte Oktober bis Mitte Februar (Wintersemester) und von Mitte April bis Mitte Juli (Sommersemester).

Die genauen Termine enthält das jeweilige Vorlesungsverzeichnis. Die Vorlesungszeit ist grundsätzlich von montags bis freitags von 18.00 Uhr bis 20.30 Uhr. Vorlesungen finden im Hauptgebäude der RWTH Aachen, Templergraben 55, und gelegentlich in einem ehemaligen Gebäude der Fachhochschule Aachen, Rochusstraße 2-14, statt.

 

Wintersemester 2013/14            Sommersemester 2014
1. Semester   2. Semester
Einführung BWL 13 + 1   Einführung BWL (Wiederholung) 2 + 1
Einführung VWL (1. Teil) 8   Wirtschaftsmathematik (Whg.) 2 + 1
Wirtschaftsmathematik 12 + 1   Einführung BGB (Whg.) 2 + 1
Einführung BGB 12 + 1  

Einführung VWL (2. Teil)

4 + 1
      Statistik 8 + 1
     

Schuldrecht II

8 + 1
     

Controlling

8 + 1
     

Unternehmensführung

8 + 1
         
Wintersemester 2014/15  

Sommersemester 2015

3. Semester   4. Semester
Einführung VWL (Whg.) 2 + 1  

Wirtschaftsinformatik

8 + 1
Rechnungswesen 8 + 1  

Finanzierung und Investition

8 + 1
Beschaffung, Produktion und Logistik 8 + 1  

Personalwesen und Arbeitswissenschaft

8 + 1
Öffentliches Recht 8 + 1  

Märkte, Preise und Wettbewerb

8 + 1
Planung und Entscheidung 8 + 1  

Arbeitsrecht

8 + 1
Steuern 8 + 1      
Angewandte Wirtschaftspolitik 8 + 1      
         
Wintersemester 2015/16  

Sommersemester 2016

5. Semester

 

6. Semester

Organisation 8 + 1  

Handels- und Gesellschaftsrecht

8 + 1
Sachen- und Kreditsicherungsrecht 8 + 1   Nachhaltige Unternehmensführung 8 + 1
Vertragsgestaltung und Verhandlung 8 + 1  

Public Economics

8 + 1
Makroökonomie 8 + 1   Wissenschaftliches Arbeiten 2
Internationale Wirtschaft 8 + 1  

Seminar

 
Marketing 8 + 1      

Wiss. Arbeiten

2

     
         
Wintersemester 2016/17      

Repetitorien

8

     
Mündl. Abschlussprüfungen

 

     
Diplomarbeit        

Verantwortung des Einzelnen
 
Eigeninitiative und –verantwortung bedeutet auch, sich am Aufwand betrieblich veranlasster Weiterbildung stärker zu beteiligen. Dabei sind VWA-Studenten ein erfreuliches und nachahmenswertes Beispiel.

Dr. Dieter Hundt

Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Berlin